Energiesparen leichtgemacht – Praktische Haushaltstipps

(von Gaby Kruse)

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Andreas Morlok / pixelio.de

Als Student ist das Geld oft knapp und die Haushaltskasse zum Ende des Monats nicht selten leer. Ein markanter Anteil an den monatlichen Fixkosten hat der Stromverbrauch. Wer eine eigene Wohnung mietet oder in einer Wohngemeinschaft lebt, ist häufig erstaunt darüber, welche Summe jeden Monat allein für Energie fällig wird. In Zeiten kontinuierlich steigender Preise ist es sinnvoll den individuellen Umgang mit Energie zu überdenken. Das Einsparpotenzial ist vielerorts erstaunlich hoch. Ich habe leicht umsetzbare Haushaltstipps zusammengefasst, womit es euch leicht fallen sollte Strom zu sparen.

Tipps für die Küche

Egal ob beim Kochen, Backen oder Lagern – Energiesparen ist in jedem dieser Bereiche möglich. Die Grundlage für eine sparsame Küche stellen effiziente Geräte dar. Falls ihr euch bestimmte Geräte anschaffen müsst, solltet ihr beim Kauf auf eine möglichst gute Energieeffizienzklasse achten. Die in diesem Beitrag integrierte Liste informiert über die derzeit besten Effizienzklassen. Neben der Effizienzklasse ist es sinnvoll sich über die Art der Geräte Gedanken zu machen. Muss es zum Beispiel ein herkömmlicher Backofen sein oder würde möglicherweise eine Mini-Version ausreichen? Kompakte Pizzaöfen, wie sie der Küchengeräte-Versandhändler Ekinova online verkauft, eignen sich aufgrund ihrer Funktionen und einem geringen Stromverbrauch optimal für kleine Haushalte. Einfache Gerichte wie Pizza und Co. lassen sich darin schnell und unkompliziert zubereiten. Ein weiterer Vorteil: Diese Produkte sind wesentlich kleiner als die üblichen Ausführungen und daher prädestiniert für die Studentenküche. Alternative Kleingeräte für Singlehaushalte und Studenten gibt es in nahezu jeder Gerätekategorie.

Weitere Energiespartipps für die Küche habe ich tabellarisch aufgeführt:

Geräte Spartipps
Kühlschrank -nicht kälter als 7°C einstellen. Dies reicht aus, um Lebensmittel frisch zu halten. Jede niedrigere Temperatur kostet unnötig Strom.

-regelmäßiges Abtauen verhindert zusätzlichen Energiebedarf.

-Türdichtungen prüfen und gegebenenfalls austauschen.

-Gekochtes erst hineinstellen, wenn es vollständig erkaltet ist.

Spülmaschine -nur voll beladen einschalten.

-passendes Programm wählen.

-Siebe regelmäßig reinigen, um Verschmutzungen und damit verbundene zusätzliche Reinigungsenergie zu vermeiden.

Wasserkocher -egal ob Tee aufgegossen oder Nudeln gekocht werden sollen – Das Wasser immer mit Wasserkocher erhitzen. Das spart im Vergleich zum Erhitzen auf dem Herd rund 50% Energie!

-Geräte mit Abschaltautomatik bevorzugen.

-regelmäßig entkalkten, da sonst der Stromverbrauch steigt.

Herd Töpfe sollten optimal zur Herdplatten-Größe passen und nur mit gut schließendem Deckel zum Einsatz kommen.
Gefrierschrank -regelmäßig abtauen, um effizienten Betrieb zu gewährleisten.

-nur so lange wie nötig öffnen und Tür gut schließen.

-leere Fächer mit Styroporelementen füllen.

 

Sparsam Waschen

Auch beim Wäschewaschen gibt es viele Möglichkeiten zum Sparen. Wer Maschinen mit Energieeffizienzklasse A+++ nutzt, ist bereits im Vorteil und kann die Stromrechnung senken. Darüber hinaus sollten Waschmaschinen nur voll beladen angeschaltet werden. Dank moderner Waschmittel kann nahezu immer auf Vorwäsche verzichtet werden. Auch das Waschen bei hohen Temperaturen ist unnötig. Hochwertige Reinigungsmittel sind in der Lage Wäsche auch bei 30°C gründlich und zuverlässig von Schmutz zu befreien.

Medien und Arbeit

Aufgrund moderner Technik und steigendem Komfortanspruch sind die meisten Haushalte von zahlreicher Unterhaltungselektronik geprägt. Das Spektrum reicht von der Soundanlage über Laptops bis hin zum TV. Um euch das Stromsparen zu erleichtern, habe ich fünf passende Tipps gelistet:

  1. Stand-by-Modus: Vermeidet ihn mit abschaltbaren Steckdosenleisten oder Master-Slave-Steckdosenleisten!
  2. Power: Schaltet Elektrogeräte nach der Nutzung konsequent aus!
  3. PC-Arbeit: Wählt für kurze Pausen den Ruhezustand für PC und Monitor und nehmt beides bei längeren Abwesenheit vom Netz!
  4. Ladegeräte: Nachdem Rasierer, Kameras, Smartphones und Co. aufgeladen sind, die Ladegeräte aus der Steckdosen ziehen!
  5. TV: Falls vorhanden Energiesparmodus auswählen, um den Energieverbrauch zu reduzieren!
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Deborah Weber / pixelio.de

Lichtmanagement

Insbesondere in Winter- und Herbstmonaten ist der Stromverbrauch für die Beleuchtung hoch. Um Räume trotzdem möglichst sparsam auszuleuchten, solltet ihr auf LED-Leuchtmittel umsteigen. Sie sind im Vergleich zu Glühbirnen, Energiesparlampen und Halogen wesentlich effizienter und langlebiger. Zudem enthalten sie keine für Umwelt und Gesundheit schädlichen Substanzen und überzeugen durch eine optimale Lichtausbeute. Auch wenn die Anschaffung guter LED-Lampen teurer ist, die Investition lohnt sich langfristig immer. Um sowohl Tageslicht als auch künstliches Licht zu verstärken, solltet ihr zu hellen Wandfarben greifen. Weiß, Creme, Gelb und Co. reflektieren Licht am besten und optimieren die Wirkung. Auch Lampenschirme sollten hell sein, um die Lichtstreuung zu fördern. Damit Lampen im Treppenhaus und Flug nur solange leuchten wie nötig, könnt ihr Abschaltautomatiken einsetzen.

Weiterführende Hinweise

Ob der jährliche Stromverbrauch in eurem Haushalt im Normalbereich liegt, könnt ihr der nächsten Tabelle entnehmen. Bei den Daten handelt es sich um Richtwerte:

Personenanzahl Verbrauch
1 1.500 – 1.900 kWh
2 2.600 – 3.300 kWh
3 3.700 – 4.500 kWh
4 4.600 – 5.500 kWh

 

Energieexperte Roman Zurhold von der Deutschen Energie-Agentur erläutert das Energiesparpotenzial des Privathaushalts in der Sendung zibb, welche im Rundfunk Berlin-Brandenburg ausgestrahlt wurde. Um das Thema abzurunden, habe ich euch das Video zur Sendung integriert. Darin findet ihr weitere Anregungen:

 

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