Energieeffizienz – hier sparen Studenten bares Geld

(von Gaby Kruse)

Im Wintersemester 2014 haben sich an deutschen Hochschulen rund 2,7 Millionen Studierende eingeschrieben. Eine Zahl, die im Vergleich zum Vorjahreszeitraum ein Plus von mehr als drei Prozent darstellt. Unterm Strich waren damit im Wintersemester 2014 so viele Studierende an Hochschulen eingeschrieben wie in noch keinem der vorhergehenden Wintersemester. Jeder angehende Akademiker arbeitet von der ersten Vorlesung an der eigenen Karriere.

Viele führt das Studium zum ersten Mal aus dem Elternhaus. Wer am Hochschulstandort auf eigenen Füßen stehen will, braucht vor allen Dingen eins – Wohnraum. Viele Studierende der ersten Semester kommen im Wohnheim unter. Andere angehende Akademiker mieten sich in einer WG ein, ein kleiner Teil schafft es in die erste eigene Wohnung. Ein Problem eint aber alle: Die Haushaltskasse stellt in der Regel ein nur begrenztes Budget dar. Um bei der Jahresabrechnung für Strom und Betriebskosten keine unangenehme Überraschung zu erleben, ist energiebewusstes Verhalten im Alltag gefragt.

Sparschwein
Abbildung 1: Durch die Nutzung energieeffizienter Geräte lässt sich mitunter recht viel Geld sparen. Doch wo ist das Sparpotenzial verborgen? Dieser Ratgeber zeigt genauere Möglichkeiten auf.

Brain-Workout – Rechner und Laptop ausschalten

Zu jedem angehenden Akademiker gehört ein Desktop-PC oder Laptop. Und natürlich darf auch ein Fernseher in der Studentenbude nicht fehlen. Gerade hier lässt sich mit dem energiebewussten Verhalten der eine oder andere Euro sparen. Generell geht es an dieser Stelle um:

  • Energieeffizienz beim Kauf und
  • energiesparendes Nutzungsverhalten.

Letzteres heißt vor allem, dass man beim Verlassen der Wohnung Fernseher und PC nicht im Bereitschaftsmodus lässt, sondern komplett ausschaltet. Noch besser ist die Verwendung einer schaltbaren Steckerleiste.

Tipp: Auch der Laptop verfügt über einen Stand-by-Modus. Wie die anderen Geräte verbraucht er aber trotzdem Strom. Man sollte sich also nicht wundern, wenn der Laptop in der Bibliothek plötzlich seinen Dienst versagt – nur weil man ihn am Abend zuvor nicht komplett heruntergefahren hat.

Wäsche trocknen: Leine, Wäschetrockner und Co.

Endlich auf eigenen Füßen stehen heißt nicht nur, jeden Abend den Campus und die Studentenklubs unsicher machen zu können. Es warten diverse Pflichten – auch in der Haushaltsführung – auf angehende Akademiker.

Dazu gehören:

  • Wäsche waschen
  • Putzdienste in der WG
  • Wäsche trocknen usw.

Gerade beim Thema Wäsche sind viele WGs up to Date. Neben modernen Waschmaschinen, die man gemeinsam anschafft, ist oft auch ein Trockner in den Wohngemeinschaften zu finden. Inzwischen lässt sich hier mit dem Wärmepumpentrockner und dessen hoher Energieeffizienz mitunter eine Einsparung von bis zu 50% erreichen.

Sofern die ganze WG hierfür zusammenlegt, ist es ratsam, eine Auszahlungsklausel schriftlich zu fixieren – um späterem Ärger beim Auszug einzelner WG-Mitglieder aus dem Weg zu gehen.

Wäscheleine
Abbildung 2: Die gute alte Wäscheleine schont die Umwelt am besten. Doch auch bei den Geräten wurde ein großer Sprung nach vorne gemacht.

Der Kühlschrank – großes Sparpotenzial bei effizienten Modellen

Was für Waschmaschine und Trockner gilt, lässt sich auch auf andere Haushaltsgeräte übertragen. Einen Kühlschrank braucht jeder angehende Akademiker – unabhängig von der jeweiligen Wohnsituation. Steht der Neukauf an, sollte nicht immer gleich zum billigsten Modell gegriffen werden. Da das Gerät 24/7 läuft, spielt der Energieverbrauch in der Gesamtbilanz des Haushalts durchaus eine Rolle. Wird hier der eine oder andere Euro in eine höhere Energieeffizienz investiert, kann sich das Ganze am Jahresende rechnen.

Tipp: Beim Kühlschrank ist nicht nur das Gerät entscheidend. Gerade ein falsches Nutzungsverhalten kann dazu führen, dass der Mehrverbrauch später Geld kostet.

Sparsame Haushaltsgeräte – Stromfressern den Saft abdrehen

Wasserkocher
Abbildung 3: Selbst der eher unscheinbare Wasserkocher bietet die Möglichkeit, Energiekosten zu sparen.

In jedem Haushalt existieren unzählige Haushaltsgeräte. Angefangen vom Wasserkocher über den Staubsauger bis hin zu Kaffeemaschine und Toaster – heute ist alles dabei. Und jedes der genannten Geräte verbraucht Strom. Generell gilt oft die Faustregel, dass es gerade betagte Haushaltsgeräte sind, die zum Stromfresser werden. Für die ersten Wochen und Monate kann man damit vielleicht noch leben. Auf lange Sicht ist es durchaus angebracht, sich hier für ein höheres Maß an Energieeffizienz zu entscheiden.

Hinweis: Wie hoch der Stromverbrauch ist, lässt sich sogar ganz ohne Bedienungsanleitung und technisches Datenblatt errechnen. In der Regel ist jedes elektrische Gerät mit einem Typenschild versehen. Hier ist auch die Leistungsaufnahme verzeichnet. Ein Wasserkocher mit 2 kW verbraucht somit bei einem (theoretischen) Betrieb von einer Stunde ungefähr 2 kW an Strom.

Fazit: Auch Studierende können aktiv Strom sparen

Jedes Jahr schreiben sich Hunderttausende an deutschen Hochschulen ein. Wer die Uni direkt vor der elterlichen Haustür hat, gehört zu einer Minderheit. Viele angehende Akademiker müssen sich um alle Belange des Alltags selbst kümmern. Und sehen an der Jahresendabrechnung schwarz auf weiß, ob sie Energie gespart haben – oder draufzahlen müssen. Die Weichen hierfür stellen Studenten bereits in den ersten Tagen des Umzugs. Energieeffiziente Haushaltsgeräte können dafür sorgen, dass die böse Überraschung am Jahresende ausbleibt und etwas mehr Geld zur Verfügung steht.

Bilder:

Abbildung 1: @ mdgrafik0 (CC0-Lizenz)/ pixabay.com

Abbildung 2: @ kropekk_pl (CC0-Lizenz)/ pixabay.com

Abbildung 3: @ smihnural (CC0-Lizenz)/ pixabay.com

One comment

  • Marcel
    14. Oktober 2015 - 09:32 | Permalink

    Toller Artikel – vielen Dank 🙂 Viele Leute unterschätzen einfach den Kostenfaktor Strom. Auch der Umstieg auf LED-Leuchten sollte man in Erwägung ziehen

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