Sparen bei der Smartphone-Nutzung: Tipps zur Tarifwahl und Versicherungen

(von Gaby Kruse)
Ohne Smartphone geht heute nichts mehr. Wir nutzen es längst nicht mehr nur zum Telefonieren. Stattdessen kommunizieren wir über Whatsapp, lassen uns vom Navigationsgerät durch die Stadt führen und informieren uns via Google über diverse Fragen des Alltags. Zudem gehen wir mobil shoppen, terminieren unsere Vorlesungen und stöbern bei Instagram nach neuesten Fotos unserer Freunde. Die Nutzung des Handys kann bei ungünstigen Tarifen ziemlich teuer werden, da man für einen Großteil der Anwendungen Internet benötigt. Und wer nicht aufpasst, muss sich mit Unkosten aufgrund von Schäden oder Diebstahl auseinandersetzen. In diesem Ratgeber erfährst du, worauf du angesichts der Internetnutzung beim Tarif achten musst und was zum Handyschutz wichtig ist.

Augen auf bei der Tarifwahl

Das benötigte Datenvolumen wird auch heute noch von vielen Smartphone-Nutzern massiv unterschätzt. Tarife mit stark iphonebeschränktem Datenvolumen machen es schon bald erforderlich, eben dieses teuer aufzustocken, um das Mobilgerät wieder wie gewohnt nutzen zu können. Die monatlichen Fixkosten steigen damit rapide und belasten dein Studentenbudget merkbar. Es gibt zwei Möglichkeiten dem entgegenzuwirken:

  1. Du musst deinen Handytarif clever auswählen
  2. Du musst dein Nutzerverhalten anpassen und Geräte-Einstellungen ändern
  • Zu 1 – Tipps zu Datenvolumen und Datenraten

Wie viel monatliches Datenvolumen du brauchst, hängt von deinem Nutzerverhalten ab. Generell lässt sich sagen, dass Whatsapp-Freunde und alle, die viele Bilder, Videos und ähnliches laden, relativ viel Datenvolumen einplanen sollten. 500 Megabyte pro Monat sollten es mindestens sein. Ein Gigabyte wäre aber besser. n-tv hat online einen passenden Ratgeber veröffentlicht, in dem Empfehlungen für insgesamt fünf Nutzertypen vermittelt werden. Zu Musik- und Videostreamern heißt es: „Wer Spotify, Deezer, Apple Music und Co. regelmäßig über die mobile Datenverbindung nutzt, braucht dafür 2 bis 3 GB und mehr.“ Bedenke bei der Tarifauswahl daher in erster Linie, was du mit deinem Smartphone hauptsächlich machst und welche Funktionen besonders viel Datenvolumen verbrauchen. Anhand dessen lässt sich ermitteln, wie viel MB oder gar GB du brauchst.

Im Onlineshop für Handys und Verträge HandyAgent24 wurden aktuelle Studentenangebote von verschiedenen Anbietern inklusive großzügiger Daten-Flatrates zusammengestellt. Auf der Internetseite wird auf ein weiteres Tarifkriterium aufmerksam gemacht, das du keinesfalls vernachlässigen solltest, nämlich „schnelles mobiles Internet via LTE“. Um von LTE zu profitieren, brauchst du ein fähiges Smartphone und einen passenden Netzbetreiber. Denn nicht alle können LTE flächendeckend gewährleisten. Legst du Wert auf schnelles Internet und hast keine Lust beispielsweise lange auf Suchergebnisse oder das Laden von Videos zu warten, wäre LTE eine gute Wahl. Ansonsten ist HSDPA die Alternative, die Erweiterung von UMTS.

  • Zu 2 – Nutzerverhalten ändern

navigationUm den Verbrauch an Datenvolumen zu senken, kannst du Einstellungen an deinem Handy vornehmen. Viele Apps nutzen die mobilen Daten selbstständig und saugen dir, ohne dass du es merkst, das Datenvolumen leer. Die App- Hintergrunddaten lassen sich über die Einstellungen einfach beschränken und den Applikationen die selbstständige Datennutzung entziehen. Eine Synchronisation ist den Apps dann unter anderem nur noch im WLAN möglich, was dich kein unnötiges Datenvolumen kostet.

Außerdem solltest du dich mit dem Thema WAP Billing auseinandersetzen, um vermeidbare Kosten der Handynutzung zu umgehen. WAP Billing beschreibt dabei eine Methode, um Inhalte via Smartphone zu kaufen, die direkt über die Mobilfunkrechnung abgerechnet werden. Klingt zunächst praktisch, ist aber tückisch. Denn leider nutzen auch unseriöse Anbieter diese Funktion, um dir das Geld aus der Tasche zu ziehen. Unbemerkt schließt du teure Abos ab oder kaufst Dinge, die du gar nicht brauchst. Wie du dich davor schützen kannst, wird im Video erklärt:

Weitere Tipps und Informatives rund um das Thema Handytarife inklusive konkreten Empfehlungen findest du hier in meinem Ratgeber.

Smartphones versichern – Nein danke!

Von einer Handy-Versicherung ist in der Regel abzuraten. Diese Kosten kannst du dir sparen, denn wenn es drauf ankommt, zahlen viele Policen nicht, weil gewisse Schäden nicht abgesichert sind. Zudem sind viele Versicherer sehr erfinderisch, was die Formulierung der AGBs angeht. Durch für Verbraucher ungünstig formulierte Klauseln müssen die Gesellschaften nur in den seltensten Fällen zahlen. Ärgerlich zum Beispiel die von der Verbraucherzentrale aufgedeckte Nachtklausel. Diese Versicherungen handytaschezählen zwar Diebstahlschutz als Leistung auf, schließen den Versicherungsschutz aber gleichzeitig für Diebstähle in der Nacht aus. Darüber hinaus wird beim Großteil der Versicherungen der Zeitwert eines Gerätes ersetzt. Da dieser je nach Smartphones enorm schnell sinkt, lohnt sich das Einreichen einer Schadensmeldung oft nur kurz nach dem Kauf.  Wenn überhaupt, ist eine Handy-Versicherung ausschließlich bei sehr wertvollen Modellen mit umfangreicher Ausstattung sinnvoll. Um sich vor kurzfristigen Unkosten durch einen Geräteschaden zu schützen, empfehle ich jedoch stattdessen rechtzeitig Rücklagen zu bilden.

Extratipp: Hast du eine Hausratversicherung, solltest du bei der Versicherungsgesellschaft nachfragen, ob dein Smartphone gegenüber bestimmten Vorkommnissen wie Diebstahl abgesichert ist. Häufig ist genau das der Fall.

Ebenfalls ist es ratsam eine Hülle oder Tasche für das Smartphone zu kaufen. Vorteilhaft finde ich persönlich Klapptaschen. Die schützen die mobilen Gerätschaften zuverlässig von allen Seiten. Wichtig beim Kauf: Eine stabile und passgenaue Kunststoff-Schale im Inneren. Die fixiert das Smartphone und verhindert, dass Staub und Schmutz Spuren hinterlassen.

Falls du dich dennoch mit einer Handyversicherung wohler fühlst, solltest du die Versicherungsunterlagen genauestens lesen. Prüfe, welche Schäden tatsächlich versichert sind, um zu ermitteln, ob die jeweilige Police Sinn macht. Während manche Versicherungen von Fallschäden über Displayschäden bis hin zu Touchscreenfehlern nahezu alles absichern, beschränken sich andere auf wenige Leistungen wie Diebstahl. Vergleiche mehrere Angebote, um vom günstigsten Versicherer zu profitieren.

Wie du ergänzend bei anderen technischen Geräten wie Notebooks oder Tablets sparen kannst, erfährst du in diesem Beitrag von Geizstudent.

 

Quelle der Fotos (MariusMB / DariuszSankowski / HolgersFotografie) Freie kommerzielle Nutzung pixabay

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