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Auslandssemester finanzieren – So gehts günstig

Auslandssemester gehören heute für viele Studierende schon fast zum „guten Ton“, denn sie bereichern den Lebenslauf, sind spannend, aufregend, öffnen mitunter auch Karrieretüren und globale Berufschancen. Allerdings kosten Auslandssemester Geld. Studiengebühren, Reisekosten, Lebenshaltungskosten und Wohnung sowie erforderliche Auslandsversicherungen müssen bezahlt werden, weiterhin sind auch die Wohnung im Heimatland sowie verschiedene laufende Kosten parallel während des Auslandsaufenthaltes zu begleichen. Nicht zu vergessen, dass Studierende noch ein Leben außerhalb des Studiums haben und in der Freizeit nicht mit leeren Händen dastehen wollen. Grund genug, sich besonders frühzeitig über die Finanzierung des Auslandssemesters Gedanken zu machen, denn es finden sich verschiedene Optionen für die günstige Finanzierung. Dazu gehören:

  • Auslands-Bafög
  • Stipendien und Förderprogramme
  • Bildungskredit, Studienkredit
  • Bezahlte Studienpraktika im Ausland

Auslands-Bafög beantragen

Studierende mit und ohne Anspruch auf Inlands-Bafög können das Auslands-Bafög beantragen. Gefördert werden Auslandsausbildungsaufenthalte von mindestens sechs Monaten oder einem Semester. Auch ist der Nachweis ausreichender Sprachkenntnisse für den Auslandsaufenthalt zu erbringen. Die Finanzierungdauer kann je nach Aufenthaltsland für das Auslandssemester zeitlich begrenzt sein (insbesondere außerhalb der EU). Das Auslands-Bafög deckt zusätzlich die Studiengebühren bis maximal 4.600 Euro ab, in der Förderung sind weiterhin Reisekosten, ein Zuschlag für die Lebenshaltungskosten und je nach Bedarf auch ein Deckungsbeitrag für die Krankenversicherung enthalten. Der Antrag muss spätestens sechs Monate vor dem Beginn des Auslandssemesters beim zuständigen Amt für Ausbildungsförderung gestellt werden.

Stipendien und Förderprogramme

Weitere Möglichkeiten, um Auslandssemester im europäischen oder außereuropäischen Raum günstig zu finanzieren, eröffnen sich mit Stipendien und Förderprogrammen, die von Hochschulen, Organisationen und Stiftungen vergeben werden. Für deutsche Studenten, die an einem Auslandssemester interessiert sind, bieten sich die Stipendien des Deutschen Akademischen Austausch Dienstes (DAAD) sowie das Förderprogramm ERASMUS an. Für die Stipendien des DAAD können sich Studierende deutscher Hochschulen ab dem 2.Semster bewerben, das Auswahlverfahren erfolgt nach fachlicher und persönlicher Qualifikation. Für weltweite Auslandsstudien eignet sich das PROMOS Stipendium des DAAD, das auch bei kürzeren Auslandsaufenthalten eine Alternative ist.

Das ERASMUS-Förderstipendium ist für Auslandssemester innerhalb der EU gedacht und wird von Hochschulen vergeben, die an diesem Austauschprogramm teilnehmen. Studierende absolvieren das Auslandssemester dann an einer Partneruniversität der eigenen Hochschule im europäischen Ausland, die ebenfalls in das Programm eingebunden ist. Neben dem Wegfall von Studiengebühren erhalten Studierende eine angemessene monatliche Förderung zum Lebensunterhalt.

Für deutsche Studenten, die in Amerika Auslandssemester belegen wollen, kann sich das Fulbright Stipendium im wahrsten Sinne des Wortes auszahlen. So werden je nach Voraussetzung die Studiengebühren ganz oder teilweise übernommen, weiterhin fallen unter diese Finanzierung auch Reisekosten und wichtige Versicherungsbeiträge. Ausschreibungen für dieses Stipendium finden sich im jeweiligen Akademischen Auslandsamt der eigenen Hochschule.

Viele weitere Stiftungen und Gemeinschaften in Deutschland sind Ansprechpartner für die Finanzierung von Auslandssemstern, darunter z.B. die Heinrich-Böll-Stiftung, die Deutsche Forschungsgemeinschaft, die Friedrich-Ebert-Stiftung oder das Cusanuswerk. Das Akademische Auslandsamt der Hochschule informiert Interessierte ausführlich über Finanzierungsmöglichkeiten und Anlaufstellen.

Bildungskredit Bundesregierung oder Studienkredit von privaten Geldinstituten

Der Bildungskredit der Bundesregierung oder ein Studienkredit von privaten Banken und Geldinstituten (z.B. Sparkasse, Commerzbank, Deutsche Bank) stehen für die Finanzierung von Auslandssemstern ebenfalls zur Verfügung, wobei hier jedoch im Gegensatz zu Bafög und Stipendium die volle benötigte Summe wieder zurückzuzahlen ist. Daher sollten sich Studierende für Angebote mit niedrigem Zins und moderater Rückzahlung entscheiden.

Der Bildungskredit der Bundesregierung, wird für Kreditbeträge von 1.000 bis 7.200 Euro vergeben und ist beim Bundeverwaltungsamt Köln zu beantragen.

Bezahlte Studienpraktika im Ausland

Praktische Erfahrungen ergänzen das Auslandsstudium und wenn es sich um ein bezahltes Studienpraktikum handelt, springt dabei auch noch Geld heraus, um Kosten zu decken. Allerdings sind Auslandssemester mit integriertem Praktikum selten und erfordern mehr Recherche im Vorfeld. Vielfach wird das Jobben im Ausland während des Auslandssemesters als zusätzliche Einnahmequelle empfohlen, aber Studierende sollte bedenken, dass Jobben und Studieren im fremden Land zu einer Belastung werden können, außerdem ist hier oftmals eine Arbeitsgenehmigung erforderlich.

Tipps, um Kosten zu sparen

Eine penible Planung ist das A und O für das Auslandssemester und die Finanzierung. Daher sollten schon von Anfang an unnötig kostenverursachende Faktoren ausgeschlossen werden. So kann das Fahrzeug im Heimatland abgemeldet werden, was Versicherung und Steuer einspart. Eventuell kommt eine Untervermietung der Wohnung für die Zeit des Auslandaufenthaltes nach Absprache mit dem Vermieter in Frage. Auch die Stilllegung von Telefon und Internet ist eine Option, die allerdings mit dem jeweiligen Anbieter zu klären ist. Geld abheben im Ausland kann teuer werden. Diese Gebühren lassen sich mit dem richtigen Studentenkonto, das auch im Heimatland eine Reihe von Vorteilen mit sich bringt, vermeiden. So finden sich Konto-Angebote von Direktbanken mit kostenloser Kreditkarte zum weltweit kostenlosen Bargeldbezug an Geldautomaten. Ein Vergleich lohnt sich.

 

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Studienkosten mit 4000 Euro von der Steuer absetzen

Steuer absetzen StudentenDieser Artikel dürfte extrem interessant für alle Studenten sein, die neben dem Studium noch Geld verdienen. Egal ob Ferienjob oder Selbständigkeit nebenbei, solange Ihr Einnahmen erzielt, die über dem Steuerfreibetrag sind, solltet ihr weiterlesen. Der aktuelle Freibetrag (2013) beträgt 8130 Euro, d.h. wer weniger im Jahr verdient, muss auch keine Steuern zahlen.

Zum Thema Ferienjob und Steuern gab es aber schon immer viele Mythen und Halbwissen. Ich selbst versuche in den Semesterferien immer wenn möglich einen Fabrikjob für mehrere Wochen zu bekommen. Zwar heißt das oftmals Buckeln in Früh-, Spät- und Nachtschichten, doch verdient man eben wahnsinnig gut. Und schon immer gab es Studenten, die ein Angebot auf eine Verlängerung ablehnten, weil sie ja sonst „zu viel verdienen“ und sonst „nichts mehr steuerfrei“ bekommen. Das ist so natürlich Unsinn. Viele glauben, man verdient steuerfrei, weil man Student ist – das ist ebenso völliger Quatsch. Jeder Verdienst bis 8130 Euro im Jahr ist steuerfrei, egal ob Student oder nicht. Und nur der Betrag darüberhinaus wird besteuert, die 8130 Euro bleiben nach wie vor frei. Da haben manche Studis also völlig umsonst eine Menge Geld ausgeschlagen, weil sie dachten, sie würden aufgrund der Steuergrenzen hinterher noch Verluste machen. Völlig zu unrecht.

Vermutlich betrifft es nicht die Mehrzahl der Studenten, doch sicher gibt es so einige, die über den Freibetrag kommen durch Ferien- und Nebenjobs, sowie diverse selbständige Tätigkeiten nebenher (auch eine Website mit Werbeeinnahmen gehört schließlich dazu!) und daher Steuern zahlen müssen. Und jetzt kommts: Ihr könnt pauschal 4000 Euro jährlich für Studienkosten von der Steuer absetzen! Je nachdem, wieviel ihr verdient habt, zahlt ihr also deutlich weniger Steuern oder anders gesagt: Ihr könnt nun 12130 Euro pro Jahr steuerfrei verdienen.

So gehts: Ihr müsst die Studienkosten dabei als Sonderausgaben (nicht Werbungskosten!) in der Steuererklärung angeben. Dazu zählen Kosten für Miete und Unterkunft, Bücher, Kopien, Studiengebühren, Fahrtkosten…. eben alles, das direkt mit dem Studium zusammenhängt. In der Regel kann man pauschal die ganzen 4000 Euro absetzen, da die tatsächlichen Kosten in der Praxis meist ohnehin darüber liegen. Dabei sind aber einige Punkte zu beachten:

Das Finanzamt wird evtl. Nachweise sehen wollen. Ihr solltet also Rechnungen, Mietverträge usw. parat haben und auch die dazu passenden Kontoauszüge aufheben. So könnt ihr die Ausgaben im Zweifelsfall genau belegen. Die Kosten sind aber nur im Jahr der tatsächlichen Aufwendung absetzbar. Es ist also kein Ansparen oder Sammeln von Kosten über die Jahre möglich. Viele Eltern versuchen auch selbst die Studienkosten ihrer Kinder, die keine eigenen Einnahmen haben, von der Steuer abzusetzen – dies ist NICHT möglich! Ebenso müsst ihr dringend beachten, dass die entsprechenden Aufwendungen von euch selbst und nicht euren Eltern bezahlt wurden. Es ist dabei kein Problem, wenn eure Eltern euch monatlich einfach einen Betrag aufs Konto überweisen oder ähnliches. Hauptsache, die entsprechenden Aufwendungen wie Miete, Studiengebühren & Co. werden auch tatsächlich von eurem eigenen Konto bezahlt.

Abschließend: Diese Tipps basieren auf eigenen Erfahrungen, Rücksprache mit Steuerberatern und Internetrecherchen. Jedoch kann ich keine Gewähr für die Richtigkeit übernehmen. Im Zweifelsfall solltet ihr für euren konkreten Fall einen Steuerberater fragen. Ich selbst habe jedoch schon mehrfach davon Gebrauch machen können. Wer selbst auch schon Erfahrung damit hat, kann ja gerne einen Kommentar hinterlassen.

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Stromanbieter wechseln ist einfach! (auch für Studenten)

strom studenten

Strom ist inzwischen verdammt teuer geworden. Ich wundere mich deshalb immer wieder, warum so viele Leute noch bei der teuren Grundversorgung sind, zugleich aber ständig über die hohen Stromkosten meckern. „Ich weiß nicht wie das geht“, „nachher sitz ich im Dunkeln“, „keine Lust“, „wer bist du?“… und ähnliches hört man immer wieder. Das ist eben ungefähr so wie mit dem Lernen für Prüfungen, man weiß dass man es müsste, aber putzt stattdessen dann lieber die Wohnung 😉

Speziell bei Studenten kommt meistens noch ein weiteres Argument: „Ich glaube, ich kann/darf doch gar nicht wechseln, weil mein Vermieter…“. Das stimmt aber meistens nur dann, wenn man z.B. im Studentenwohnheim wohnt – und hier hat man ja meist sowieso eine „Flatrate“. Wer eine Mietwohnung (egal ob WG oder nicht) hat, kann in der Regel völlig problemlos wechseln.

Ich werde in diesem Artikel recht kompakt und simpel erklären, wie und wie einfach man seinen Stromanbieter wechseln und Geld sparen kann. Es ist wirklich easy und gespartes Geld!

Schritt 1: Verstehen wie’s läuft

Es ist wahrlich keine Hexerei. Wer sich noch nie um seinen Strom gekümmert hat, hat die sogenannte Grundversorgung, z.B. von E.ON. Das ist ein Vertrag, den man jeden Monat kündigen kann und der vorallem teuer ist. Klar, die Faulen werden bestraft! Wenn man nun den Anbieter wechselt, bekommt man trotzdem weiterhin seinen Strom von E.ON, den Stadtwerken oder wer auch immer diesen bislang geliefert hat. Technisch ändert sich nichts, sondern nur der Vertragspartner. Geht da mal irgendwas schief, kündigt man wieder oder der Stromanbieter geht pleite, gehen bei euch aber nicht die Lichter aus. Man würde wieder zurückfallen in die alte Grundversorgung und das wars auch. Die Stromlieferung in die eigene Bude ist dabei nie in irgend einer Gefahr, also keine Sorge!

Schritt 2: Kann / Darf ich überhaupt wechseln?

Simple Antwort: Wenn ihr euren Strom direkt an Stadtwerke, E.ON & Co. bezahlt und auch Briefe und Stromrechnungen direkt von denen bekommt (also nicht den Strom an den Vermieter bezahlt), dann dürft und könnt ihr auch wechseln. Denn dann seid ihr Vertragspartner, was auch die Regel sein dürfte. Ihr seid auch nicht verpflichtet, den Vermieter über einen Wechsel zu informieren oder ihn gar um Erlaubnis zu fragen – das ist nämlich ein weit verbreiteter Irrtum.

Schritt 3: Wechselportal ansteuern

Schaut nun bei einem Wechselportal wie check24.de vorbei. Benötigt wird immer eure PLZ und der Jahresverbrauch. Den kennt ihr in der Regel nicht, falls ihr erst eingezogen seid (ansonsten letzte Jahresabrechnung anschauen!), aber die Rechner helfen mit einfachen Durchschnittswerten für X Personen im Haushalt. Je nach Technikausstattung, Waschmaschine usw. noch einen Puffer obendrauf nehmen. Per Google findet man auch Richtwerte. Ihr müsst diesen Wert nicht genau kennen, schließlich zahlt ihr später nur den tatsächlichen Verbrauch. Es gibt nur manchmal leichte Preisunterschiede bei sehr verschiedenen Verbräuchen, so kann der Preis pro kWh beispielsweise günstiger sein wenn man 3500 kWh verbraucht, als wenn es nur 2500 kWh wären. Dürfte für die meisten von euch aber irrelevant sein.

Tipps zum richtigen Vergleich: Geht in die erweiterten Suchoptionen und wählt Tarife mit festen kWh-Kontingenten ab und lasst den Erstjahresrabatt nicht berücksichtigen. Denn viele Anbieter locken mit tollen Bonuszahlungen, die dann in den Preis schon mit eingerechnet werden. Der Anbieter erscheint dann besonders günstig doch gibts meistens einen Haken: Kündigt man nach einem Jahr wieder, z.B. weil der Anbieter dann nicht mehr der Günstigste ist, dann wird einem dieser Bonus meist nicht gezahlt. Also rechnet ihn gar nicht erst mit ein, dann seid ihr auf der sicheren Seite!

Muss ich noch etwas wissen?

Der wichtigste Nachteil bei alternativen Stromtarifen besteht darin, dass man oft eine Laufzeit von mindestens 12 Monaten hat, während man aus der Grundversorgung jeden Monat herauskommt. Das variiert natürlich je nach Anbieter. Da man aber normalerweise eher selten kürzer als ein Jahr in einer Wohnung bleibt, dürfte das zu verschmerzen sein. Viele Anbieter bieten zudem ein Sonderkündigungsrecht an, wenn man umzieht. Das solltet ihr aber am besten vor Vertragsabschluss klären, wenn dies wichtig werden könnte (bzw. in die AGB schauen). Außerdem solltet ihr Anbieter vermeiden, die eine Vorauszahlung verlangen. Nicht zu verwechseln mit monatlichen Abschlägen! Vorauszahlung würde bedeuten, dass z.B. die Kosten für ein Jahr im voraus verlangt werden. Geht der Anbieter dann u.U. pleite, wäre das Geld weg.

Zum Schluss: Kommentare von Studenten, die schon gewechselt haben, sind wie immer willkommen!

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Anfänger-Leitfaden zum Laptopkauf Teil 5: Ausstattungen

Nachdem die wichtigsten Komponenten von Notebooks nun besprochen sind, geht es jetzt um diverse Ausstattungen, die mobile Computer eben so mit sich bringen können. Denn auch diese fließen in den Preis mit ein und man kann sich natürlich besser ein Bild davon machen, was man benötigt oder eben auch nicht, wenn man versteht, worum es geht.

CD, DVD oder gleich Blu-ray?

Außer bei kleinen Netbooks und Subnotebooks bieten fast alle Laptops ein optisches Laufwerk. Optisch heißt in dem Fall, dass die Daten von einem Laser abgetastet werden. Naja, kennt ja jeder von uns: Diese runden Scheiben eben. Selbst in der günstigsten Preisklasse werden inzwischen mindestens DVD/R Combo Laufwerke verbaut. Das heißt, die Dinger können CDs (das sowieso) und DVDs lesen, aber auch beschreiben, neudeutsch „brennen“. Meist nur gegen Aufpreis gibt es dann noch Blu-ray. Die Laufwerke können dann in der Regel immernoch CDs und DVDs brennen, Blu-rays aber nur abspielen (ihr wisst schon, das sind die mit den neumodischen HD-Filmen drauf). Geräte, die sogar einen Blu-ray Brenner mitbringen, sind momentan noch selten. Aber, braucht man das überhaupt?

Cardreader

„5-in-1“ Cardreader oder etwas ähnliches liest man eigentlich fast immer bei Notebooks. Heißt nichts anderes, als dass ihr eure SD Karten und wie die Dinger alle heißen von den Digitalkameras da reinstecken könnt. Nichts besonderes und Standard. Eine nette Sache, wenn mans denn gebrauchen kann.

WiFi, WLAN, 802.11 b/g/n

Das allseits bekannte WLAN eben. Keinen Kopf drum machen, ist in jedem Notebook mit drin. Um Standards wie b/g/n müssen sich Anfänger keine großen Gedanken machen, das passt schon alles, hauptsache ihr kommt zu Hause drahtlos ins Internet 😉

Bluetooth

Nicht mehr ganz zum Repertoire eines jeden Notebooks gehört Bluetooth. Manche habens, manche nicht. Aber mal ehrlich, wann braucht man das schon? Man kann damit z.B. drahtlos das eigene Smartphone mit dem Laptop verbinden um Daten auszutauschen, aber das geht auch anders. Ich weiß garnicht, wann ich zum letzten Mal Bluetooth am Laptop genutzt habe. Gut, drahtlos Musik lässt sich damit auch noch übertragen wenn man entsprechende Endgeräte hat. Andererseits kann man es aber auch in Form eines Bluetooth USB-Sticks nachrüsten, wenn man es denn wirklich benötigen sollte. Solche Dinger gibts bereits um 5 Euro.

LAN

LAN ist diese Netzwerk“dose“, in die man eben das klassische Netzwerkkabel einsteckt. Das drahtlose WLAN wird recht langsam, sobald man darüber mal größere Datenmengen von einem Computer zum anderen übertragen will. LAN hat fast jedes Notebook mit dabei, eine Ausnahme bilden die kleinen Macbook Air Modelle. Wer daheim noch einen anderen Rechner oder gar einen Homeserver oder NAS (Netzwerkspeicher) hat, auf den er Daten übertragen möchte, sollte nicht darauf verzichten können. Aber außer den genannten Apple Geräten hat das sowieso jedes Notebook.

HDMI, Displayport, VGA

Das sind Anschlüsse für Fernseher oder Monitore. Mindestens einen davon bringen die meisten Laptops mit (Ausnahme bildet hier mal wieder oftmals Apple). VGA ist der uralt Standard von alten Röhrenmonitoren, den aber viele LCD Bildschirme auch noch notgedrungen verstehen. Interessant wirds ab Displayport und HDMI, erst diese können hochauflösende Bilder übertragen. Wird z.B. dann interessant, wenn man einen großen LCD Flachbildschirm oder den Fernseher an den Laptop anschließen will. Displayport ist ein aktueller Standard für LCD Bildschirme, HDMI kommt bei Fernsehern (außer alten Röhren-TVs) zum Einsatz. Ein Unterschied: HDMI überträgt Bild und Ton, Displayport nur das Bild. So kann man sein Notebook per HDMI an den Fernseher anschließen, um Bilder oder Filme anzuschauen.  Je nachdem ob man solche Dinge nutzen möchte, sollte man sicherstellen, dass mindestens eine dieser Schnittstellen vorhanden ist. HDMI und VGA sind bei Laptops noch am ehesten anzutreffen, Displayport ist aber auch im Kommen. Adapter gibt es oftmals auch vom einen zum anderen Standard. So haben viele LCD Computerbildschirme vorallem einen DVI Eingang, diesen findet man bei Laptops aber fast nicht. Von HDMI oder VGA ist es aber recht problemlos, einen Adapter zu finden.

USB 2.0 oder 3.0?

USB kennt ja nun sicher jeder. Vom USB Stick über Drucker, externe Festplatten, Mäuse bis hin zu Staubsaugern oder Tassenwärmern gibts für diese universelle Schnittstelle (heißt ja auch „universal serial bus“) praktisch alles. Seit wenigen Jahren neu ist der USB Standard 3.0. Ist hauptsächlich für USB Sticks und externe Festplatten interessant. Denn USB 3.0 ist schlicht und einfach schneller als 2.0, man kann also mehr Daten übertragen. Wichtig ist nur, dass die externe Platte oder der Stick auch USB 3.0 fähig sind, sonst hilft das alles nichts. Heutige Notebooks haben meist entweder noch 2.0, oder aber bieten sowohl 2.0 und 3.0 Anschlüsse. Muss man eben mal in der Anleitung nachsehen, welcher Anschluss schon den neuen Standard beherrscht und welcher noch den alten. Ist aber alles untereinander kompatibel, das heißt ein USB 3.0 Gerät funktioniert auch an einem USB 2.0 Anschluss, kann eben nur nicht die Vorteile von 3.0 ausnutzen und ein 2.0 Gerät funktioniert genausogut an einem 3.0 Anschluss.

eSata?

Ja, auch sowas gibts. eSata ist eine weitere Schnittstelle, ähnlich zu USB. Aber diesmal wirklich nur interessant für externe Festplatten und USB Sticks, die eben diesen Anschluss haben. Da geht es nur um Übertragungsgeschwindigkeit. Euer Tassenwärmer findet eher Anschluss an USB.

Firewire?

Und noch so ein Anschluss. Besonders in der Videotechnik von Bedeutung. War meines Wissens einmal als Konkurrenz zu USB von Apple gedacht und eben etwas schneller als das ältere USB 2.0. Findet man beispielsweise bei Videokameras aber auch manchen externen Festplatten. Wenn man kein Gerät mit diesem Anschluss besitzt, muss man sich hierzu keine großen Gedanken machen. Die meisten Geräte bieten ohnehin das wohl etwas weiter verbreitete USB an.

UMTS, HSDPA

Einige Notebooks bringen direkt einen Steckplatz für übliche Handy-SIM-Karten mit. Diese sind für Datenkarten oder besser gesagt SIM-Karten mit Datentarif gedacht. Damit kann man von überall, wo es das Handynetz hergibt, über eben dieses ins Internet. Natürlich muss man dabei beachten, dass man eine solche Karte mit passendem Tarif besitzen muss, was mit weiteren Kosten verbunden ist. Ist sicherlich kein echtes Must-Have, da es auch günstige USB Surfsticks gibt, oder man sich auch mit einem geeigneten Smartphone per WLAN verbinden kann, um unterwegs ins Internet zu kommen.

TV Tuner, DVB-T

Manche Laptops haben auch eine TV Karte verbaut, diese sind inzwischen jedoch recht selten geworden. Damit kann man eben das digitale Fernsehen DVB-T empfangen, welches jedoch nicht überall problemlos empfangbar ist. Eine eher vernachlässigbare Ausstattung, da es auch solche TV Karten im Nachrüstmarkt gibt.

Schlussbemerkung

Wenn keine besonderen Wünsche mehr kommen, dann wars das zunächst mit der Artikelserie „Anfänger-Leitfaden zum Laptopkauf“. Ich hoffe, dem einen oder anderen damit geholfen zu haben und gerade für Anfänger ein einfaches, verständliches und kleines Kompendium abgeliefert zu haben. Oder aber für alle Fortgeschrittenen, die gestresst von Fragen ihrer Freunde sind und nun einfach auf diese Artikel verweisen können 😉 Wer die Artikelserie gerne verlinken möchte, darf dies natürlich mit Quellenangabe auch tun. Sollte Bedarf bestehen, könnte ich alle Artikel auch in einem PDF zusammenfassen, welches man herunterladen kann. Teilt mir einfach mit, ob Interesse daran besteht bzw. schreibt hier gerne Eure Meinung als Kommentar!

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Anfänger-Leitfaden zum Laptopkauf Teil 4: Grafikkarte

Dieser Teil des Leitfadens kann gerne von allen übersprungen werden, die wenig Interesse daran haben, am Notebook aktuelle Computerspiele zu spielen.

Laptops sind an sich nicht unbedingt primär zum „Zocken“ geeignet. Die Spielergemeinde ist allerdings riesig, daher hat man diesen Punkt auch bei Notebooks nicht vergessen. Aktuelle Games sind allerdings prinzipiell sehr leistungshungrig. Und dank 3D Grafik sind hier die bisher benannten Dinge wie CPU, RAM und Festplatte zwar nicht unwichtig, jedoch gebührt die Aufmerksamkeit ganz besonders einer weiteren Komponente: Der Grafikkarte. Die Grafikkarte ist eben jener Teil eines Rechners, der sich – wie könnte man auch anders vermuten – dem Bild widmet. Aber ganz so einfach ist es dann doch nicht.

Die Grafikkarte kümmert sich also ums Bild. Klingt logisch. Sie ist aber viel mehr, als man im ersten Moment meinen mag. Grafikkarten sind komplexe Bauteile, die einen ganz eigenen Grafikprozessor besitzen, sogar eigenen Arbeitsspeicher. Dieser Prozessor ist im Gegensatz zur üblichen CPU in einem Computer aber rein für die Bildbearbeitung ausgelegt. Die Rede ist hier besonders von komplexen 3D Bildern, denn diese werden tatsächlich berechnet. Und eben diese 3D Bilder spielen eine Rolle in aktuellen Computerspielen. Da geht es um Dinge wie Texturen und Schatten, die so realitätsnah wie möglich wiedergegeben werden sollen. Ein normaler Prozessor kann sowas zwar auch, mehr oder weniger, ist auf solche Grafikberechnungen aber eben nicht spezialisiert und daher zu langsam dafür.

Onboard oder dediziert?

In einem üblichen Desktop-PC nimmt die Grafikkarte in der Regel einen eigenen Steckplatz ein. Eine mal mehr und mal weniger große Steckkarte mit jeder Menge Technik darauf und nicht selten eigenen Lüftern zur Kühlung der GPU (GPU ist das Gegenstück zur CPU, eben die CPU der Grafikkarte). Spieler wissen das ganz gut.

Es gibt ganz prinzipiell zwei Varianten der Grafik: Onboard Grafikkarten und dedizierte. Onboard heißt, dass die Grafikkarte eben doch keinen eigenen Steckplatz benötigt, sondern entweder mit auf der Hauptplatine des Computers als kleiner Zusatzchip sitzt, oder aber bei modernen Prozessoren direkt mit in diesen integriert ist. Als Grafikspeicher wird dabei der übliche Arbeitsspeicher des Rechners genutzt. Ja wie nun? Klingt erst einmal widersprüchlich. Viele aktuelle Prozessoren bringen ihre Grafikkarte also sozusagen gleich mit. Im Prozessor sitzt also neben womöglich mehreren Rechenkernen gleich noch ein weiterer, der nur für die Grafik zuständig ist. Bei Intel heißt sowas dann „Intel Media Accelerator“ und übernimmt auch solche Aufgaben wie das Wiedergeben von HD-Filmen, damit die CPU selbst nicht mehr so viel damit zu tun hat und entlastet wird.

Doch diese Onboardlösungen sind relativ schwach auf der Brust und kommen bei aktuellen Computerspielen meist so sehr ins Schwitzen, dass das Bild nur noch in Zeitlupe abläuft. Für diese Zwecke muss also doch eine „richtige“ Grafikkarte her, das nennt sich dann dedizierte Grafik und bedeutet, dass diese auch tatsächlich einen eigenen Grafikchip und eigenen Speicher im Rechner oder Laptop einnimmt. Auch hier gibt es im Prinzip wieder nur zwei Hersteller: AMD (ja, die machen auch Grafikkarten) und NVidia. Bei AMD heißen die Modelle Radeon, bei NVidia Geforce.

Grafikkarten sind also komplexe Computerbauteile mit eigenem Prozessor, eigenem Speicher und eben auch eigenem Lüfter. Diese Dinger verbraten auch nicht wenig Strom. In Laptops gibt es allerdings bauartbedingt recht wenig Platz, daher hat man hier spezielle Versionen gebaut, die etwas sparsamer, aber auch schwächer sind und sich den meist einzigen Lüfter mit dem Hauptprozessor teilen. Erkennbar in der Modellbezeichnung meist am Kürzel „M“ für „mobil“, etwa Radeon 6850M.

Ich kann aber unmöglich alle verschiedenen Grafikkarten hier behandeln, so wie das schon bei den CPUs war. Denn auch hier gibt es eher einfache und auch sehr leistungsstarke. Stark bedeutet in dem Fall, dass auch aktuelle Spiele wiedergegeben werden können in hoher Auflösung und hohen Grafikdetails mit Detailtreue, Schatten und vielem mehr. Und auch hier habe ich wieder einen ähnlichen Linktipp parat, wie bei den CPUs: Die Benchmarkliste von mobilen Grafikkarten auf notebookcheck.com. Wer interessiert daran ist, am Laptop zu spielen, findet hier alle Vergleichstests und Infos, die er braucht.

Nicht vergessen darf man allerdings letztendlich, dass ein Notebook mit brauchbarer dedizierter Grafik direkt deutlich teurer ist als eines mit reiner Onboardgrafik. Interessant ist dieses Thema fast hauptsächlich für Spieler. Denn normale Grafikberechnungen, die man von 2D Bildern in der Bildbearbeitung kennt, sind eine Sache der CPU, nicht der GPU. Die Grafikkarte und damit die GPU ist tatsächlich fast nur bei Spielen ausschlaggebend und weiteren Spezialanwendungen wie 3D-Modellierung oder aber auch CAD-Programmen. Im sonstigen Alltagsgebrauch muss man sich darum eher keinen Kopf machen. Und ältere sowie anspruchslosere Spiele abseits von aktuellen 3D-Shootern & Co. legen auch keinen besonderen Wert darauf.

Zum fünften Teil geht es hier: Ausstattungen

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Anfänger-Leitfaden zum Laptopkauf Teil 3: Festplatte

Kommen wir zum dritten Teil: Festplatte, Massenspeicher und SSDs.

Wir wissen nun ungefähr, wie so ein Notebook rechnet und arbeitet, aber irgendwo müssen die Daten ja auch hin. Egal ob das Betriebssystem (z.B. Windows), die Programme, eure Bilder, Musik oder Filme. Das alles wird auf der Festplatte gespeichert. Die Speicherkapazität dieser Dinger wird, wie auch schon beim RAM, in Gigabyte angegeben. Um mal wieder kurz auszuholen: Kleinste Einheit ist das Byte, dann das Kilobyte (1024 Byte), Megabyte (1024 Kilobyte), Gigabyte (1024 Megabyte) und Terabyte (1024 Gigabyte). Leider nehmen es die Hersteller hier nicht ganz so genau und rechnen lieber in 1000er Schritten. Interessant bei heutigen Festplatten sind inzwischen nur noch die letzten beiden Größenordnungen GB und TB.

2,5″ und 3,5″

Festplatten gibt es in zwei (physikalischen) Größen: 2,5″ und 3,5″ („zweieinhalb und dreieinhalb Zoll“). Das sagt erstmal nur etwas darüber aus, wie groß dieses Teil selbst, also die Festplatte ist. 2,5″ Festplatten sind deutlich kleiner gebaut als 3,5″ Geräte, weshalb auch nur diese kleinen in Laptops eingebaut werden. Weiter will ich diesen Punkt jetzt auch gar nicht führen. Das soll einfach nur mal ins Basiswissen kommen. Nur so viel: 3,5″ Platten kommen vorallem in „normalen Desktop-Rechnern“ (Desktop ist der „große“ Computer zu Hause, im Gegensatz zum Laptop) zum Einsatz, denn sie sind günstiger zu bauen, da mehr physikalischer Platz für die Daten vorhanden ist. So gibt es inzwischen echte Speicherriesen mit 4 TB, während bei den kleinen 2,5″ Platten momentan bei 1 TB schluss ist. Im Schnitt sind 3,5″ Festplatten aber auch eine Ecke schneller, dies aber nur am Rande.

Was macht die Festplatte also nun?

Auf der Festplatte sind wie bereits erwähnt alle Daten gespeichert. Startet man sein Laptop, so liegt das Betriebssystem und alle Programme und Daten eben auf dieser und müssen von dort ausgelesen werden. Die Festplatte besteht aus einer bzw. mehreren rotierenden magnetischen Scheiben, über denen sich ein Lesekopf hin und herbewegt. Man sagt auch gerne, Festplatten wären der „Flaschenhals“ bei heutigen Computersystemen, was die Geschwindigkeit angeht. Denn während sich CPU und RAM rasant entwickelt haben in den letzten Jahren, so ging die Entwicklung bei den Festplatten eher gemächlich voran. Ein ultraschneller Prozessor kommt also auch dann nicht weiter, wenn die Daten, die er verarbeiten soll, nicht schnell genug von der Festplatte gelesen werden können. Er dreht also Däumchen, bis die Platte in die Hufen kommt.

Denn neben der reinen Speicherkapazität in GB oder TB – also wieviele Fotos, Dokumente, Spiele auf so eine Festplatte passen – ist deren Geschwindigkeit natürlich nicht unwichtig.

Die Umdrehungen: 4200, 5400 oder 7200 u/m

Die Geschwindigkeit einer Festplatte wird nicht zuletzt von ihrer Umdrehungszahl bestimmt. Das bezieht sich auf die erwähnten rotierenden Scheiben. Dies wird in Umdrehungen pro Minute u/m angegeben, wobei es hauptsächlich drei Standardmodelle gibt: 4200, 5400 und 7200 u/m. 4200 u/m sind heutzutage kaum noch von Bedeutung. Diese waren in früheren Notebooks verbaut, waren sehr leise mit praktisch unmerklichen Vibrationen, aber auch recht langsam. Heute sind eher 5400 und 7200 angesagt. Umso höher die Umdrehungen, umso lauter und hörbarer die Platte, aber auch umso schneller. Schnell heißt: Es können mehr Daten pro Sekunde gelesen oder geschrieben werden. Das merkt man nicht nur beim Starten von Programmen, sondern natürlich auch wenn man Daten kopiert. Natürlich gibt es auch hier wieder mehr oder weniger große Unterschiede je nach Hersteller und Modell. Aber diese Grundsatzinfos sollen erstmal reichen.

Wieviel Speicher brauche ich?

In heutigen Notebooks sind Festplatten mit einer Größe (diesmal die Speichergröße) um die 500 GB aufwärts Standard, möchte ich einfach so mal pauschal dahinstellen. Mal mögen es auch nur 320 GB sein oder aber sogar schon 640 oder 750 GB. Kommt eben darauf an, in welchen Preisklassen man sich bewegt. Auch 250 GB sind in Lowbudget Laptops oder Netbooks noch zu haben. Diese Größe sagt im Endeffekt nur etwas darüber aus, wieviel Daten man darauf speichern kann. Wer eine Digitalkamera hat (na gut, hat ja jedes Handy inzwischen), weiß zum Beispiel, dass ein Foto, je nach Größe und Qualität, im Schnitt irgendwas zwischen 1 MB und 5 MB an Speicher verbraucht. Ein Musiktitel als MP3 liegt durchschnittlich auch in der Größenordnung von 3 bis 6 MB. Wir erinnern uns, vereinfacht ist 1 GB = 1000 MB. Besonders speicherhungrig sind aber inbesondere Videodateien. Eine Stunde in HD Qualität nimmt schonmal mehrere GB in Anspruch. Videos gehören somit zu den „speicherfressendsten“ Daten. Office Dokumente oder PDF Dateien hingegen kommen meist mit wenigen KB oder MB aus. Großer Speicher ist meist also nur bei Videos nötig. Die Masse an verschiedenen Datentypen macht es letztendlich aus.

Wer sich nicht so ganz sicher ist, wieviel er nun braucht, sollte also erstmal darüber nachdenken, was er denn alles so speichern möchte. 500 GB sind schon ein sehr guter Mittelwert bei Notebooks, etwas weniger tut es in der Regel aber auch schon. Wie immer eine Frage des Geldes. Reicht der Speicher mal nicht aus, kann man sich auch immernoch eine externe Festplatte per USB anschließen.

SSDs

Eine sehr junge Entwicklung der letzten Jahre sind SSDs, „solid state drives“. Während bei einer klassischen Festplatte noch eine Scheibe per Motor gedreht wird, bestehen SSDs nur aus reinen Speicherchips, in etwa ähnlich zum RAM oder den allseits bekannten USB Sticks. Eine Umdrehungszahl gibt es hier also nicht mehr, SSDs arbeiten komplett geräuschlos. SSDs sind somit zum einen weniger störanfällig: Wird eine Festplatte im Betrieb unsanft gestossen, kann dies schonmal ihren frühzeitigen Tod bedeuten – und damit auch den Daten darauf! – einer SSD ist das ziemlich egal. Das sollte man sich im Hinterkopf behalten, speziell bei Laptops, die man ja problemlos umherschmeissen kann. Zum anderen aber sind moderne SSDs um ein Vielfaches schneller als klassische Festplatten. Ein Laptop mit einer solchen SSD startet meist deutlich (!) schneller, öffnet schneller Programme und Anwendungen und reagiert insgesamt flotter. Denn die Daten können eben auch schneller gelesen werden. Eine Info vorweg aber noch: Auch SSDs bezeichnet man geheimhin oftmals noch als „Festplatte“, also nicht wundern wenn irgendwo etwas von Festplatte steht und anschließend eine SSD erwähnt wird, „Fesplatte“ ist eben zugleich noch so etwas wie ein Oberbegriff. Den feinen Unterschied macht dann die Bauart magnetische Scheiben wie bei der klassischen Platte oder eben reine Speicherbausteine wie bei der SSD.

Den SSDs gehört sicherlich die Zukunft, doch gibt es auch eine Kehrseite: Sie sind auch viel teurer. Eine normale 2,5″ Festplatte mit 500 GB ist schon ab etwa 60 Euro zu haben. Eine gute SSD dagegen mit nur 120 GB kostet bereits ungefähr das Doppelte, mit 240 GB etwa das Dreifache. Wenn man nun bedenkt, dass ein reines Windows 7 Betriebssystem selbst schon grob 30-40 GB an Speicher für sich benötigt, bleibt eventuell nicht mehr gar so viel für reine Daten übrig. Wer also viel Speicherplatz möchte, kommt momentan an einer klassischen Platte noch nicht vorbei. Sicher werden aber auch SSDs in Zukunft noch im Preis fallen.

Ich habe aber im ersten Teil dieser Artikelserie auch größere Notebooks angesprochen ab 17 Zoll. Diese Geräte haben meist bereits genug Platz für zwei Festplatten. So kann man beispielsweise eine SSD als Bootplatte einsetzen, d.h. von dieser startet (bootet) das Betriebssystem und alle Programme, die man so hat. Diese laufen also alle sehr schnell. Während man große Daten, Filme, Bilder und Musik auf einer zweiten, herkömmlichen Festplatte speichern kann. Denn diese sind eben für große Speichermengen noch viel günstiger.

Hybridfestplatten

Was beim Auto funktioniert, geht eben manchmal auch in der Computerwelt 😉 Der Festplattenhersteller Seagate hat die Zeichen der Zeit erkannt und eine Hybridfestplatte ins Rennen geworfen. Dieses Modell findet man bei den meisten Notebooks, die man so kaufen kann, aber extrem selten. Daher gehe ich auch nur kurz darauf ein. Ist eben eher etwas für Leute, die sich sowas in Eigenregie selbst besorgen und einbauen oder von einem Freund einbauen lassen können, der ein bißchen Ahnung davon hat. Ich glaube allerdings, dass man z.B. bei DELL Notebooks manchmal die Wahl hat, solch eine Hybridplatte zu bestellen. Seagate hat eine übliche 2,5″ Festplatte mit 500 bzw. 750 GB genommen und dieser einen Pufferspeicher von 4 GB bzw. 8 GB in Form einer SSD verpasst. Das bedeutet: Daten und Programme, die häufiger aufgerufen werden, werden (automatisch) in diesem schnellen Pufferspeicher zwischengelagert und können von dort dann auch schneller wieder aufgerufen werden. In der Praxis läuft der Rechner also wohl etwas flotter und Programme werden schneller gestartet, die man häufig nutzt. Wen es interessiert: Die Festplatte schimpft sich „Momentus XT“ und ist eben ein kleines Stückchen teurer als andere Festplatten ohne diese Technik, zugleich aber noch deutlich günstiger als reine SSDs.

Fazit?

Nun ja. Dieser Artikel sollte vorallem ein paar wichtige Grundlagen zu Festplatten vermitteln. Für den einfach gestrickten Endanwender zählt am Ende eigentlich nur Speichergröße und Geschwindigkeit. Mein Tipp: 500 GB dürfen es gerne sein für den Alltagseinsatz, gerne mit 7200 u/m. Wer viele Daten vorhalten möchte, schaut sich eher nach 640 oder 750 GB um, wer nicht so anspruchsvoll ist, kann sich eventuell auch noch mit 320 GB und/oder 5400 u/m zufrieden geben. Und wer mehr Geld locker machen will und Geschwindigkeit vor Speicherplatz setzt, nimmt eine SSD mit mindestens 120 GB, eher sogar 240 GB. Schließlich Nutzer, die das Beste aus beiden Welten mitnehmen möchten und die höhere Investition nicht scheuen, sehen sich nach größeren Laptops um, die sowohl SSD als auch normale Festplatten mitbringen. Das wäre dann der Cadillac unter den Notebooks 😉

Hier geht es zu Teil 4: Grafikkarte

Allgemeines Spartipps

Anfänger-Leitfaden zum Laptopkauf Teil 2: CPU und RAM

Diesmal gehen wir etwas tiefer in die Materie, nämlich die wichtigen Systemkomponenten eines Notebooks und natürlich im Prinzip eines jeden Rechners: CPU und RAM. Bitte was?! Genau, dies dürfte zu den Dingen gehören, mit denen Anfänger vermutlich noch am wenigsten anfangen können. Wenn ich das also auch nur für einen „Noob“ da draußen etwas verständlicher machen kann, ist die Mission eigentlich schon erfüllt 😉

„Ce Pe Uh?“

Das Herzstück, so könnte man sagen, eines Computers ist die CPU, engl. für central processing unit, zu deutsch der Hauptprozessor oder einfach Prozessor. Das Gehirn, der Rechenknecht. Ohne geht nix, egal ob man gerade Zombies abballern möchte oder nur eine Arbeit in Word schreibt. Der Motor quasi… obwohl Autovergleiche in der IT Welt meist recht merkwürdig sind. Aber kommt hin.

Das war aber schon der leichte Teil. Jetzt wirds recht technisch, auch wenn ich das Thema wieder sehr vereinfacht und anfängerfreundlich darstellen möchte. Dies ist aber ein Punkt, der nicht ganz unwichtig ist, wenn man verstehen möchte ob und wie leistungsfähig ein Laptop oder Computer ist und besonders dann, wenn man mehrere Angebote miteinander vergleichen will. Umgangssprachlich redet man einfach davon, Prozessor A ist schneller als Prozessor B, vereinfacht. Der langsame kann also weniger Berechnungen zur gleichen Zeit durchführen als der schnellere. Das merkt man bei der Nutzung eines Notebooks im Alltag an vielen Stellen: Euer Betriebssystem und Programme starten schneller, eine Grafik- oder Videoberechnung dauert nicht so lange und so weiter. Und auch wenn die CPU hierbei nur ein Teil des Ganzen ist, lasse ich dies jetzt einfach mal so stehen.

Der Takt macht die Musik

Ein Prozessor arbeitet mit einem Takt, gemessen in MHz (Megahertz, das t ist dabei kein Schreibfehler) bzw. Gigahertz, GHz. 2 GHz sind 2000 Mhz. Vor 10 Jahren hätte ich noch ohne große Vorbehalte ganz simpel behauptet „mehr Takt = schneller“, ein Rechner mit 2 GHz wäre also leistungsfähiger als einer mit nur 1,5 GHz. Vor 10 Jahren. Heute ist dies nicht mehr ganz so einfach, da mancher Prozessor einfach effizienter ist als ein anderer und daher mehr Rechenoperationen pro Takt schafft, als ein solcher, der dies eben nicht so gut beherrscht. Und aufgrund der schier unüberschaubaren Anzahl von CPUs die inzwischen am Markt sind haben selbst Kenner schonmal Schwierigkeiten damit, vom Fleck weg sagen zu können, „A besser B“. Das geht nur noch ganz objektiv mit sogenannten Benchmarktests, also Programmen, die eine CPU in verschiedenen Disziplinen ausreizen und dann die Geschwindigkeit an reinen Zahlenwerten festmachen können. Daher kann ich dieses Thema auch nur an der Oberfläche ankratzen. Wie ihr aber verschiedene CPUs miteinander vergleichen könnt, verrate ich euch mit einem Linktipp am Ende dieses Artikels. Erstmal solls darum gehen, ein paar grundlegende Dinge zu verstehen.

Single Core, Dual Core, Quad Core

Diese Bezeichnungen dürften jedem schon untergekommen sein. „Dual Core Prozessor“ oder „4 x 2,4 GHz“. Während man früher einfach DEN einen Prozessor hatte, kamen in den letzten Jahren solche Modelle auf, die gleich mehrere Rechenkerne haben. Man könnte sagen, man hat einfach mehrere Prozessoren in einen reingepackt. Das nennt man dann z.B. „2 Kerne“, oder eben engl. „Dual Core“ und gibt im Datenblatt sowas an wie 2 x 3 GHz, also zwei Kerne mit je 3 GHz. Hat den Vorteil, dass beide Kerne gleichzeitig arbeiten können, um die Arbeitsleistung zu bündeln, oder aber einer kümmert sich darum ein Video abzuspielen, während der andere für euer Grafikprogramm ackert.

Die alten Single Cores sind inzwischen fast ausgestorben, Dual Core ist quasi schon Mindeststandard. Quad Cores haben demnach gleich vier Rechenkerne und gehören heute noch zu den leistungsfähigsten CPUs, wenngleich auch schon die ersten Six Cores am Markt auftauchten, aber die brauchen uns noch gar nicht zu interessieren. Solche Rechenleistung ist für den nicht professionellen Anwender im Moment absolut uninteressant und bringt auch eher nur in Spezialanwendungen etwas. Gleich vorweg: Auch Quad Cores im Laptop braucht man als Normalanwender eher nicht momentan. Praktisch alle durchschnittlichen bis anspruchsvolleren Aufgaben kann ein guter Dual Core Prozessor bislang wunderbar und ohne besondere Nachteile gut bewältigen. Erst bei sehr rechenintensiven Dingen wie Videoschnitt oder bestimmten Simulationsprogrammen (es gibt sicher noch viele weitere Beispiele) kann der Blick zum Quad Core lohnen. Solche Notebooks sind dann aber natürlich auch ungleich teurer und meist erst in Preisregionen ab 1000 Euro (nach oben offen) zu haben.

Kleiner Exkurs: Mehr Kerne sind an sich auch nicht automatisch immer besser, denn arbeitet der Rechner an einer bestimmten Aufgabe, heißt dies nicht, dass alle Kerne gleichzeitig daran teilhaben können. Die meiste Software heutzutage dürfte zwar für mehrere Kerne angepasst sein, jedoch wird es niemals möglich sein, sämtliche Rechenschritte parallelisierbar zu machen, d.h. es wird immer Teile eines Programmes geben, an denen NUR ein Kern gleichzeitig arbeiten kann. Kleines sehr simples Beispiel zum Verständnis: Man bekommt eine Rechenaufgabe vorgelegt. Dafür braucht man alleine zehn Minuten. Wäre man aber in einer Gruppe von vier Personen und bekäme die gleiche Aufgabe, würde man diese wirklich vier mal so schnell lösen? Angenommen, jeder kann gleich gut rechnen, wohl kaum! Schneller als alleine ginge es nur, wenn die Aufgabe wirklich in zwei, drei, vier… Teile aufteilbar wäre und jeder einen Teil davon ausrechnen kann. Aber selbst dann wird man nicht viermal so schnell. Denn die einzelnen Ergebnisse müssen ja trotzdem wieder zusammengeführt werden. Prinzip verstanden? Deswegen sind Prozessoren im Heimbereich mit z.B. gigantischen acht Kernen oftmals recht nutzlos, da in bestimmten Aufgaben ein Prozessor schneller sein kann, der zwar weniger Kerne hat, dessen einzelne Kerne aber schneller sind, als die einzelnen des Achtkerners. Wieder im einfachen Beispiel: Man bekommt eine Rechenaufgabe gestellt, die aber nicht wirklich aufteilbar ist. Wer ist nun schneller, acht mittelmäßige Mathematiker oder ein einziges Mathe-Ass? 😉

(Wer sich wirklich dafür interessiert, googelt einfach mal nach dem Gesetz von Amdahl!)

Man merkt, es wird also schon komplizierter. Ist nun 2 x 2,2 GHz besser als 1 x 2,6 GHz oder schlechter als 4 x 1,8 GHz? Leider pauschal nicht einfach zu beantworten. Nicht jedes Programm kann auch wirklich alle Kerne ausnutzen. Ein Programm, das dies nicht kann, könnte also auf einem Notebook mit 2 x 2,4 GHz schneller laufen, als auf einem mit 4 x 1,8 GHz, weil ja nur ein Kern (2,4 vs. 1,8 GHz) genutzt werden kann.

Intel oder AMD

Ich möchte nun keinen Glaubenskrieg lostreten, daher ist der folgende Teil auch explizit als meine eigene Meinung zu verstehen. Im PC Bereich allgemein hat man hauptsächlich die Wahl zwischen den Herstellern Intel und AMD, was CPUs angeht. Das sind eben die zwei Großen, die den Markt beherrschen, wobei Intel hier eher als Riese zu bezeichnen wäre. Beide haben Modelle im Angebot für praktisch jeden Einsatzzweck. Doch was Notebooks angeht – denn hier kommen praktisch immer spezielle Notebookversionen der Prozessoren zum Einsatz (wegen Stromverbrauch, Wärme etc.) – hat Intel meiner Meinung nach ganz klar die Nase vorn und auch deutlich mehr verschiedene Modelle im Petto. Jedenfalls bis jetzt. Es gibt eine unüberschaubare Anzahl an guten, leistungsstarken, sparsamen und bezahlbaren Prozessoren von Intel. AMD ist traditionell etwas günstiger, aber kann bei Notebooks nur in den wenigsten Punkten mithalten. Meine Meinung, wie gesagt. Eine Empfehlung meinerseits ginge daher beim Notebookkauf grundsätzlich zu einem Gerät mit Intel CPU, sei es i3, i5, i7 und wie sie noch alle heißen. Jedenfalls zum jetzigen Zeitpunkt. Von AMD sollen auch in Zukunft wohl wieder ein paar neue Modelle auf den Markt kommen, bzw. ist man momentan auch schon dabei, doch das bleibt eben erstmal abzuwarten.

Daher hier eine klitzekleine Intel-Modellkunde, aber wirklich nur ganz grob: Atom heißen die ganz schwachen Teile, die für Netbooks gedacht sind. Celeron die schwächere „Billig“-Version im Bereich größerer Rechner, als Dual Core aber schon deutlich über dem Atom anzusiedeln. „Pentium Dual Core“ sind günstige Dualcore Versionen, die man in Laptops kleinerer bis mittlerer Preisklasse findet, das sind aber schon ganz gute Prozessoren. i3, i5 und i7 gehören zur derzeit modernsten Produktlinie und entsprechen vereinfacht gesagt i3 = Einsteiger, i5 = Mittelklasse, i7 = Oberklasse. Aber auch hier gibts wieder große Unterschiede, so existieren sowohl Dual Core i7, wie auch Quad Core i5… da steigt eh kaum noch einer durch, denn für jeden gibt es auch noch bis zu vierstellige Modellbezeichnungen 😉

Noch ein kleiner Exkurs zum Turboboost: So nennt Intel eine Technik, bei der ein Prozessor recht niedrig getaktet ist, während er nichts oder wenig zu tun hat, aber bei Belastung kann dieser per „Turbo“ hochtakten. Das ist eine sehr interessante Sache, die meist bei den i5 und i7 Modellen zum Einsatz kommt. Denn niedriger Takt beim Nichtstun bedeutet auch weniger Stromverbrauch und damit höhere Akkulaufzeit. Wird höhere Leistung benötigt, geht der Takt eben nach oben und bietet damit mehr Leistung. Daher gibt es auch oft solche Angaben wie „2 GHz (2,8 GHz Turboboost)“. Man kann sich selbst denken, wie das zu verstehen ist.

Ja was denn nun?

Das frage ich mich manchmal auch… es ist schon ein wahrer Prozessordschungel. Woher soll ich also wissen, ob Laptop A für 600 Euro mit CPU A mit 2 x 1.8 GHz besser oder schlechter als das ähnliche Laptop B zum gleichen Preis, aber mit CPU B mit 2 x 2 GHz ist? Und hier kommt der eingangs erwähnte Linktipp ins Spiel. Denn wenn selbst Profis sich manchmal da schon schwertun, was soll man dann als Laie machen. Wenn ich mir solche Fragen stelle, dann schaue ich meist schnell mal in die CPU Benchmarkliste von notebookcheck.com. Die Jungs prüfen ständig Notebookprozessoren auf Herz und Nieren und veröffentlichen diese Ergebnisse dann in einer geordneten Liste. Auch wenn ihr jetzt von der Liste nicht viel verstehen solltet, reicht für den Anfang schon zu wissen, eine CPU die weiter oben steht, ist schneller, „besser“, leistungsfähiger als eine andere weiter unten in der Liste. Man kann auch mehrere herauspicken und direkt vergleichen lassen. Ein absolut toller Anlaufpunkt, der ein Lesezeichen wert ist! Wenn man also ein oder mehrere Laptopangebote gefunden hat, ruhig mal die Prozessorbezeichnung hernehmen und in dieser Liste vergleichen. Das gibt schonmal einen klasse Anhaltspunkt.

Jetzt noch der Arbeitsspeicher (RAM)

Diesen Punkt kann ich recht kurz halten. RAM (random access memory) ist der Arbeitsspeicher eines Computers. Wird angegeben in Megabyte (MB), oder heute eher Gigabyte (GB). Einfach gesagt 1 GB = 1000 MB. Bevor mich jetzt jemand schlagen möchte, eigentlich 1 GB = 1024 MB. Aber wenn selbst die Hersteller von Festplatten das heute so auslegen wie sie wollen, kann ich das ja auch 😉 Daher erspare ich mir jetzt auch sowas wie Gigabyte vs. Gibibyte und so weiter.

Zurück zum Thema. Speicher kennt man ja in der Regel eher von der Festplatte (das kommt im nächsten Teil). Eben das, wo man seine Sachen, Bilder und den ganzen Kram abspeichert. Der Arbeitsspeicher dagegen ist so etwas wie ein Pufferspeicher. Arbeitet man mit einem Programm, einer Bilddatei oder sonstwas, werden die benötigten Daten alle vom Computer in diesen Arbeitsspeicher geladen, damit er damit eben… naja, arbeiten kann. Denn dieser Speicher ist furchtbar schnell und daher werden solche Hintergrunddaten nicht etwa auf die Festplatte geschrieben (die um ein vielfaches langsamer ist), sondern eben ins RAM. RAM ist allerdings flüchtig und ohne Strom (PC aus) wieder gelöscht.

Ich erwähnte aber etwas von kurz halten: Heutzutage schlage ich vor, wer einen Rechner mit 4 GB RAM hat, muss sich sonst keine Gedanken mehr machen. Das Zeug ist inzwischen einfach sehr billig geworden und auch kann man den Arbeitsspeicher selbst bei Laptops in der Regel relativ simpel austauschen. Wenn mal 2 GB zu wenig werden, baut man eben 4 GB rein oder macht aus 4 direkt 8. 2 GB reichen eigentlich auch noch aus, aber bei den heutigen Preisen kann man auch direkt 4 GB nehmen. Wir reden hier von einem Preisrahmen um die 20 Euro für 4 GB. Früher war das alles noch etwas komplizierter, denn da war RAM teuer noch nicht so weit entwickelt wie heute.

Zum Vergleich: Mein Rechner von Ende der 90er hatte noch 16 MB (MB, nicht GB!) RAM und es war wie ein neues Lebensgefühl als ich teuer auf 64 MB aufgerüstet hatte. Denn der Arbeitsspeicher spielt durchaus eine Rolle in der Gesamtgeschwindigkeit eines Computers, wie schnell Programme und Windows starten. Eben wieder ein Teil des Puzzles. Heute leben wir hier aber eher im Überfluss.

Tipp: Manche Notebookhersteller lassen einem die Wahl zwischen 2, 4 oder 8 GB RAM. Man kann sich dies aber meist nur zu sehr überhöhten Preisen aussuchen. Wer einen Computerfreak kennt, nimmt hier das günstigste Angebot und lässt sich von ihm nachträglich für wenige Euros mehr einbauen. Zu beachten sei hierbei allerdings, dass die meisten Laptops nur zwei Steckplätze für RAM haben, d.h. bei 2 GB RAM sind oftmals zwei Speicherriegel zu je 1 GB verbaut, bei 4 GB entsprechend 2 x 2 GB. Man muss also meist komplett neu nachkaufen. Doch selbst das spart normalerweise eine Menge Geld.

Zum dritten Teil des Leitfadens geht es hier

Allgemeines Spartipps

Anfänger-Leitfaden zum Laptopkauf Teil 1: Größe und Bildschirm

Notebooks sind eines der größten Themen hier bei Geizstudent. Kein Wunder, bei heutigen Studenten gehört so ein Ding eigentlich zur Grundausstattung. Damit arbeiten müssen und können die meisten auch soweit ganz gut, aber ich stelle immer wieder fest, dass viele Leute eigentlich gar keine große Ahnung von der Technik haben. CPU, RAM, Intel oder AMD?, Grafik onboard oder dediziert?? Ägypten??? Dabei können ein paar Grundlagen auch behilflich sein, nicht zu viel Geld für eine Gurke auszugeben bzw. genau das fürs Geld zu bekommen, das man auch benötigt. Anfangen werde ich auch eher mit simplen Fragen wie „welche Größe sollte ich überhaupt wählen?“. Wer also schon immer Interesse an einem solchen kleinen Crashkurs hatte, bekommt in den nächsten Tagen eine mehrteilige kurze Serie zum Notebookkauf, die sich mit dem technischen Aspekt – also der Hardware – beschäftigt. Bitte versteht aber, dass viele Dinge hier oberflächlich und im Schnelldurchlauf angerissen werden, der erwähnte Crashkurs eben. Technikaffine und Computerfreaks sollten also einen großen Bogen um diese Blogartikel machen, ihr werdet hier wirklich nichts lernen 😉 Der interessierte Anfänger könnte aber durchaus davon profitieren. Zu erwähnen sei noch, dass die technischen Grundlagen, die ich hier vermitteln möchte, zwar auf das Thema Laptop zugeschnitten sind, aber oftmals auch ganz allgemein für die Computerwelt gelten. Man kann sich also auch ganz grundsätzlich etwas zur Computertechnik weiterbilden als Anfänger.

Teil 1: Größe, Bildschirm

Wir fangen also ganz simpel an, nämlich dem Äußeren: Die erste ganz prinzipielle Frage stellt sich zunächst zur Größe des Notebooks, das man haben möchte. Diese Entscheidung wirkt sich auch direkt von vornherein auf viele Aspekte aus wie Preis, Gewicht, Auswahl und Leistungsfähigkeit. Will man etwas wirklich Kleines haben, das man immer mit einer Hand im Hörsaal hervorzaubern kann und noch gut Platz zwischen dem sonstigen Kram in der Tasche / Handtasche / dem Rucksack haben soll, bewegen wir uns in Regionen um die 10″ bis 12″ (gesprochen „12 Zoll“), sehr üblich sind da beispielsweise 11,6″. Das nennt man dann auch „Subnotebook“ und heißt eigentlich nichts anderes, als dass es sich eben um ein kleines Notebook handelt. Nicht zu verwechseln mit den „Netbooks“, diese gibts auch genau in dieser Größenordnung, sie sind aufgrund ihrer relativ schwachen Hardware sehr sehr günstig (< 300 Euro im Schnitt), aber eben auch wenig leistungsfähig. Der Unterschied zwischen Netbook und Subnotebook ist also hauptsächlich erst in den inneren Werten (und dem Preis) zu suchen, von außen unterscheiden sie sich praktisch nicht.

Pro Subnotebook:

  • klein
  • leicht
  • handlich

Contra Subnotebook:

  • durch den kleinen Bildschirm auch eher kleine Auflösung*
  • man braucht gute Augen
  • meist kein CD/DVD/BluRay Laufwerk aufgrund der Größe eingebaut
  • ebenfalls aufgrund der kleinen Ausmaße in der Regel leistungsschwächere Hardware verbaut, gleichzeitig aber bei vergleichbarer Hardware eher teurer als größere Laptops

Beispiele Subnotebook:
Thinkpad Angebot für 419 Euro bei notebooksbillger

*Auflösung bedeutet, wieviele Pixel das Display anzeigt. Beispiel: 1368 x 766 Pixel, eine gängige Auflösung bei kleinen aber auch größeren Laptops. Vergleicht man damit ein Gerät mit z.B. 1920 x 1080 Pixeln, so merkt man hauptsächlich dass auf dem zweiten einfach „mehr ins Bild passt“, man sieht also größere Ausschnitte von Bildern, Webseiten etc. Sowohl ein sehr kleines, als auch ein größeres Notebook können natürlich die gleiche Auflösung haben. Genannte „Allerweltsauflösung“ 1366 x 768 erfordert bei einem Subnotebook eher gute Augen, weil alles recht klein dargestellt wird, während diese auf einem 15″ Notebook auch tauglich für die Oma ist 🙂

Ein Subnotebook ist eine nette Sache, preislich bekommt man auch schon ab etwa 400-500 Euro die ersten brauchbaren Modelle, das ist aber nach oben absolut offen. Man muss aber auf jeden Fall vorher wissen, was man denn damit anstellen will. Soll es aber das einzige Notebook sein, das man besitzt bzw. weiß man noch nicht so recht, was man damit anstellen möchte und will sich alle Möglichkeiten offen halten, sind größere Geräte vielleicht die bessere Wahl. Die sogenannten „Allrounder“ findet man besonders im Bereich um 15″, eine angenehme Größe eigentlich: Groß genug um länger ohne Augenkrebs daran arbeiten zu können, aber noch nicht so groß, dass es unangenehm mit dem Transport bzw. Gewicht wird. Außerdem gibts hier praktisch die freie Auswahl an Hardware und vorallem auch leistungsstarker Hardware, was für Leute interessant ist, die entweder anspruchsvollere Aufgaben damit bewältigen wollen (Grafikbearbeitung, Videobearbeitung) oder einfach auch mal ein aktuelles Spiel zocken wollen. Denn vorallem letzteres kann man bei Subnotebooks praktisch komplett vergessen (mit Ausnahme ein paar ganz weniger freakiger Geräte für freakig viel Geld).

Pro Notebook um 15″:

  • gutes Mittelmaß, Allrounder
  • viele Marken und Modelle in dieser Größe verfügbar
  • dadurch preislich okay
  • CD/DVD/BluRay ist hier Standard
  • Auch mit sehr leistungsstarker Hardware zu haben

Contra Notebook um 15″:

  • nicht mehr ganz so klein und handlich

Beispiel Notebook um 15″:
Sony Vaio für 539 Euro

Zum Schluss greife ich dann noch die großen Notebooks ab 17″ auf. Nennt man auch gerne „Desktop Replacement“, weil diese Teile eigentlich weniger zum ständigen Herumschleppen gedacht sind und man sich meistens einen „richtigen“ PC unterm Schreibtisch sparen kann, weil das Notebook eigentlich schon groß genug für fast alles ist (Grafiken, Videos, etc). Wir bewegen uns hier schon in Bereichen ab 3 kg aufwärts (richtig fette Boliden schaffen auch schonmal 5 oder 6 kg, aber das sind wieder solche Freakteile, die uns hier nicht interessieren). Wegen der großen Gehäuse haben diese Teile außerdem auch genug Platz für Sachen, die andere Laptops nicht bieten, zum Beispiel eine zweite Festplatte. Außerdem findet auch hier gerne und einfach besonders leistungsstarke Hardware genug Platz. Nunja, ich tippe diesen Artikel gerade auf 17,3″ und bin ganz zufrieden. Ist zwar nichts mehr, das ich jeden Tag in den Hörsaal schleppen wollen würde, aber zu Hause ist es top, egal ob am Schreibtisch oder mal eben auf dem Sofa. Und mitnehmen kann man es ja dennoch überall hin, ist nur eben klobiger.

Pro Notebook um 17″:

  • oft ausreichend um jeden anderen Rechner zu ersetzen
  • viel Ausstattung und Leistung (möglich)

Contra Notebook um 17″:

  • eher unhandlich und weniger portabel weil relativ schwer und groß

Was gibts sonst noch?

Angerissen wurden jetzt nur drei der absoluten Standardformate, die Klassiker sozusagen. Dazwischen gibt es natürlich auch jede Menge, sei es 13, 14, 16 oder 18 Zoll. 13″ dürfte am ehesten noch bekannt aus Apple Geräten (MacBook Air in 13,3″) sein. Muss man eben am besten selbst alles mal in der Hand halten und ausprobieren, was einem am besten taugt.

Das Display selbst: Glänzend oder matt?

Laptopdisplays gibts entweder in glänzender oder in matter Ausführung. Erstgenanntes ist heutzutage (leider) eher verbreitet, auch gerne mal als Schminkspiegel verspottet. Diese Schirme lassen sich vorallem in heller Umgebung – und erst recht draußen – kaum noch ablesen, weil man eher sich selbst sieht. Verkauft wird das Ganze einem aber mit dem Argument, dass die Farben ja so brilliant wären und überhaupt. Naja, ich bin da schon immer skeptisch gewesen. Nur leider gibts eben nur noch selten matte Displays. Am besten man macht sich selbst mal irgendwo ein Bild davon. Kleiner Tipp: Sobald bei der Bezeichnung zum Bildschirm irgendwelche Umschreibungen wie Glare, TrueBlabla, BrilliantSowieso, PureIrgendwas auftauchen, ist das meist ein Hinweis auf einen glänzenden Schirm. Gut, glare bedeutet ja auch direkt glänzend, das Gegenstück wäre also non-glare für matt.

Das war nun der erste Teil meines Anfängerleitfadens zum Laptopkauf. In den nächsten Tagen gehts dann weiter mit Hardwarethemen wie CPU, RAM, Festplatte und so weiter. Ich hoffe es hat bis hierhin gefallen und nützt dem einen oder anderen etwas. Fragen stellen oder diskutieren könnt ihr ja direkt unter diesem Text in den Kommentaren.

Zu Teil 2 geht es hier: CPU und RAM